Bachmann und Runschke - Ingenieur- und Sachverständigenbüro für das Bauwesen

Mustergutachten im Bau - Kellerfeuchte

Durchfeuchtetes Mauerwerk
Einsatz einer innovativen Messmethodik um die Ursache festzustellen

Feuchteschäden in saniertem Keller mit unbekannter Ursache:

  • seitlich eindringende Feuchte?
  • oder aufsteigende Feuchte?

Fall 1: Feuchteschäden an sanierter Kelleraußenwand

An der gemauerten Kelleraußenwand, der mit einem ungeeigneten Wärmedämmputz verputzt ist, zeigen sich kurz nach Erstellung Schäden in Form von gelblichen Verfärbungen und Feuchteflecken

Zunächst wurde der Putz an der Wandoberfläche durch den Bauträger abgeschlagen.

Es zeigen sich auf dem Mauerwerk dunkle Feuchteflecken. Diese sind teilweise auch mit der Hand fühlbar.

Zur Messvorbereitung mit dem Mikrowellenmessgerät haben wir die Wandoberfläche mit einem gelben Gitternetz mit Kreide markiert.

Für diese Feuchtemessung setzen wir das dargestellte Mikrowellenmessgerät mit Oberflächen- und Tiefensonde zur Feuchtemessung ein.

Die Oberflächensonde erfasst einen Messbereich von 2 -3 cm. Die Tiefensonde einen Messbereich von ca. 10 – 30 cm.

 

Messung der Feuchte mittels Tiefensonde des Mikrowellenmessgerätes.

Die Messpunkte werden an den Schnittpunkten des vorher festgelegten Rasters erfasst, so dass ein 2-dimensionales Messfeld entsteht.

Nachfolgend habe ich das Messergebnis der Messung zur Feuchtemessung mit dem Mikrowellenmessgerät dokumentiert:

Das 1.te Bild oben zeigt die Feuchteverteilung im oberflächennahen Bereich (<3cm) an der gemauerten Kelleraußenwand. Es ist eine flächige, unstrukturierte Feuchteverteilung mit tendenziell höheren Feuchtewerten im bodennahen Bereich feststellbar.

Das 2.te Bild zeigt die Feuchteverteilung in einer Tiefe bis ca. 30 cm.

Es ist ebenfalls eine flächige, unstrukturierte Feuchteverteilung mit tendenziell höheren Feuchtewerten im bodennahen Bereich feststellbar.

Ergebnis:
Die flächige Durchfeuchtung sowohl an der Oberfläche als auch in größerer Tiefe ist auf einen Feuchteeintrag durch aufsteigende Feuchte sowie auch auf eindringende Feuchte von der Seite zurückzuführen.

Fall 2: Ausblühungen an sanierter Kelleraußenwand

Kellernische mit Feuchteausblühungen in der Ecke unten rechts an der gemauerten Kelleraußenwand

Detailaufnahme der Feuchteausblühungen – Weißliche watteartige Ausblühungen zusammen mit weißlichen Feuchterändern

Feuchteverteilung nach Feuchtemessung mit dem Mikrowellenfeuchtemessgerät

Ergebnis:
Die Feuchte steigt von der Bodenkehle von unten auf. Deutlich sind zwei Stellen mit Feuchtekonzentrationen (links unten bei ca. 24 cm und rechts unten bei ca. 70 cm bis 120 cm erkennbar).
Es liegt sowohl eine fehlende Horizontalsperre als auch eine am Fusspunkt mangelhafte Vertikalsperre vor.

© Bachmann & Runschke PartG mbB

 

Mustergutachten


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