Bachmann und Runschke - Ingenieur- und Sachverständigenbüro für das Bauwesen

Mustergutachten im Bau - Schimmelbildung

Schimmelbildung
Ursache ungünstiges Nutzerverhalten oder Baumangel?


Wohnzimmer einer Penthouse-Wohnung mit Schimmel in hinterer Deckenecke.

Starker Tauwasserniederschlag an den Fenstern und Fenstertüren
sowie Schimmel in der Deckenecke.

Schimmelbildung in der Deckenecke über dem Hifi-Turm

Außenwandecke des Wohnzimmers der Terrassenwohnung mit hoher gemauerter Attika als Architekturelement.

Der rote Pfeil kennzeichnet den Bereich der Schimmelecke.

 

Flachdach mit gemauerter Attikamauer – die Ecke (roter Pfeil) ist direkt über dem Schimmelschaden im Wohnzimmer gelegen

Konstruktionsöffnung des Flachdaches:

Es wird der Konstruktionsaufbau der Wärmedämmung und des Wandaufbaus auf Durchfeuchtungen geprüft.

Es ist der Beton (roter Pfeil) des Überzugs am Wandsockel rechts sowie links das Ziegelmauerwerk erkennbar. Gut sichtbar ist auch die weiße Polystyroldämmung, die sich bei Berührung trocken anfühlt.

Probebohrungen an Fassadenecke um den Wandaufbau in verschiedenen Höhen festzustellen.

Messungen:

vorgefundener Konstruktionsaufbau
(durch Probebohrungen und Konstruktionsaufschluss)

Analyse des durch die Konstruktionsöffnungen erfassten Wandaufbaus mittels eines 2-dimensionalen Wärmebrückenprogramms (finite Elemente).

Die innere Wandecke kühlt bei Normklima auf 10° Celsius, d.h. unter die kritische Taupunkttemperatur von 12,6° Celsius ab.

Ergebnis:

Es liegt eine unzulässige Wärmebrücke vor (< 12,6°C).
Der Attikaaufbau unterbricht die Dämmung des Flachdaches.
Dies führt zu einem erheblichen unzulässigen Wärmeabfluß (roter Pfeil).

Untersuchung zu verschiedenen Sanierungsvarianten:

Variante 1: Dämmung der Außenwände des Terrassengeschosses bis über OK Betondecke
Variante 2: Dämmung Attikaaufmauerung über Terrassengeschoss
Variante 3: Dämmung gesamte Außenwände (Terrassengeschoss und Attikaufmauerung beidseits

Sanierungsvariante 1:
Ungenügend – Ecktemperatur wird nur auf knapp 12 ° Celsius angehoben

Sanierungsvariante 2:
Ausreichend/in Ordnung – Die Attikadämmung führt zu einer Temperaturerhöhung in der Wandecke auf ca.14 ° Celsius

Sanierungsvariante 3:
Gute Lösung – Die Dämmung der gesamten Fassade führt zu einer Temperaturerhöhung in der Wandecke auf ca.16 ° Celsius. Zusätzlich wird die Oberflächentemperatur im Normalbereich der Außenwand innen deutlich angehoben. Die Wärmeverluste werden reduziert, das Raumklima durch die erhöhten Innenwandoberflächentemperaturen deutlich erhöht.

© Bachmann & Runschke PartG mbB

 

Mustergutachten

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